Abfall: Gemeinderat legt Gebühren fest
An der Gemeindeversammlung am 7. Dezember stimmten die Buchser Stimmbürgerinnen und
-bürger der Totalrevision des Abfallreglementes diskussionslos zu. Das neu gestaltete Reglement gilt somit seit 1. Januar 2012. Mit der Annahme des Reglements kommt es u.a. bei der Regelung der Finanzierung zu einem Systemwechsel. Wurde der Gebührenrahmen bisher formell von der Gemeindeversammlung festgelegt, beschliesst der Gemeinderat diesen künftig in eigener Kompetenz. Das ist nun an der ersten Sitzung des Buchser Gemeinderats im neuen Jahr, am 23. Januar, geschehen.
Auch aufgrund des neuen Reglements wird an der Aufteilung der Abfallgebühren in eine Grundgebühr und in die verschiedenen Benützungsgebühren festgehalten. Keinen Einfluss hat der Gemeinderat auf die Benützungsgebühren wie die Sackgebühr, die Gebührenmarken oder der Preis für das Containerband. Diese werden von der Kehrichtbeseitigungs-AG in Zuchwil KEBAG festgelegt. Veränderungen gibt es dagegen bei den Grundgebühren. So fällt der nun neu festgesetzte Gebührentarif detaillierter abgestuft aus.
Detaillierter abgestuft
Künftig gelten bei den Haushalten zwei Grundgebühren: Einpersonenhaushalte bezahlen 70 Franken, Mehrpersonenhaushalte müssen neu 95 Franken entrichten. Gemäss altem Reglement betrug die Grundgebühr für sämtliche Haushalte 85 Franken. Abgestufter fallen die Grundgebühren neu auch für die verschiedenen Betriebsformen aus. Die Bandbreite reicht vom zu Hause arbeitenden Alleinunternehmer (hier beträgt die Grundgebühr wie bei einem Mehrpersonenhaushalt 95 Franken) bis zu Betrieben mit mehr als 20 Angestellten (400 Franken). Bisher wurde einzig zwischen Klein- und anderen Betrieben unterschieden, die 85 Franken, resp. 260 Franken bezahlen mussten.
Unverändert belassen hat der Gemeinderat dagegen die Gebühren für die Grünabfuhr. Die Gebührenmarke für Kleingebinde bis maximal 60 Liter kostet weiterhin 1.90 Franken; die entsprechende Jahresvignette ist wie bisher für 70 Franken zu haben.
Abfall-Grundgebühren in Herzogenbuchsee:
Haushalte:
Einpersonenhaushalt: Fr. 70.–
Mehrpersonenhaushalt: Fr. 95.–
Betriebe:
Einmannbetriebe: Fr. 95.–
Betriebe mit 1 – 4 Angestellten: Fr. 250.–
Landwirtschaftsbetriebe pauschal: Fr. 250.–
Betriebe mit 5 – 10 Angestellten: Fr. 300.–
Betriebe mit 11 – 20 Angestellten: Fr. 350.–
Betriebe mit mehr als 20 Angestellten: Fr. 400.–
Neue Kommissionsmitglieder
Thomas Suter (BDP) wird neu Mitglied der Buchser Baukommission. Gewählt wurde er vom Gemeinderat Ende Januar. Thomas Suter rutschte als erster Ersatz nach und ersetzt seinen Parteikollegen Fritz Leuenberger, der per Ende 2011 aus der Baukommission zurückgetreten ist. Ebenfalls eine Ersatzwahl gab es in der Bildungskommission: Hier übernimmt Umberto Neuenschwander die Nachfolge des weggezogenen Beat Gräub (beide BDP).
Neues Personal
An seiner ersten Sitzung im neuen Jahr Ende Januar hat der Buchser Gemeinderat eine neue Stellvertreterin des Leiters der Sozialabteilung gewählt. Daneben gibt es weitere Mutationen beim Gemeindepersonal.
Rea Zwicky: Sozialarbeiter Samuel Pauli verlässt die Buchser Gemeindeverwaltung Ende Februar. Ersetzt wird er durch Rea Zwicky. Die Burgdorferin, die gegenwärtig im Sozialdienst oberes Langetental in Madiswil tätig ist, wird ihre neue Stelle am 1. Juni antreten. In ihrer Funktion wird sie ein Sozialarbeiter-Team führen. Ebenfalls übernimmt sie wie ihr Vorgänger die Stellvertretung von Martin Röthlisberger, dem Leiter der Buchser Sozialabteilung.
Silvan Seiler: Neuer Teamleiter Werkhof wird Silvan Seiler aus Aeschi. Der gelernte Tiefbaupolier arbeitete zuletzt beim Kreisbauamt Solothurn. Er wird seine neue Stelle am 1. Februar antreten. Silvan Seiler ersetzt den langjährigen Werkhof-Chef Hans Ulrich Fuhrer, der Ende März pensioniert wird.
Rahel Dürst: Ebenfalls Ende Februar die Sozialabteilung verlassen wird Regina Bürki. Sie war hier mehr als 20 Jahre als Sozialarbeiterin tätig. Ersetzt wird sie durch Rahel Dürst (Stellenantritt: 1. April). Die Bernerin ist in Herzogenbuchsee keine Unbekannte, absolviert sie hier doch gegenwärtig ihr Praktikum als Sozialarbeiterin.

