Gemeinderat genehmigt Kredite
Mitte März hat der Gemeinderat eine Reihe von Krediten genehmigt. Dabei unterstehen die beiden Kredite für die Erneuerung der Scheibenstände in der Schiessanlage Moosrain sowie für die Instandstellung der Bewässerung im Waldäcker dem fakultativen Referendum.
Schiessanlage Moosrain: Erneuerung Scheibenstände
Aufgrund der Bereitstellungspflicht für das obligatorische Schiessen werden in der Schiessanlage Moosrain acht der zehn Scheiben mit elektronischer Trefferanzeige saniert. Den erforderlichen Kredit von 180’000 Franken genehmigte der Gemeinderat Mitte März. Er untersteht dem fakultativen Referendum. Im Investitionsbudget sind für die Sanierung 200’000 Franken vorgesehen.
Es handelt sich um eine zwingende Ausgabe, ist die Gemeinde doch gemäss Militärgesetz für die Schiessanlage verantwortlich, welche für die Erfüllung der obligatorischen Schiesspflicht nötig ist. Dazu gehört auch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln, damit der obligatorische Schiessbetrieb durchgeführt werden kann. In Falle der Schiessanlage Moosrain gilt dies für acht von zehn Scheiben.
Ohne die Erneuerung der Scheiben wären auch die Jungschützenkurse und freiwilligen Schiessübungen im Sinne des Schiesswesens ausser Dienst nicht mehr möglich, was wohl das Ende der Schützengesellschaft Herzogenbuchsee bedeuten würde. Zudem ist ein Ausweichen auf die Schiessanlage in Oberönz aufgrund der Anzahl der Obilgatorisch-Schützen verbunden mit der zusätzlichen Lärmbelastung und der Beschränkung der Shiesszeiten nicht möglich.
Fussballanlage Waldäcker: Instandstellung Bewässerung
Einige Komponenten der bestehenden Bewässerungsanlage haben nach 25 Jahren Betrieb das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Sie verursachen hohe Betriebs- und Reparaturkosten und sind zunehmend störungsanfällig. Ersatzteile sind kaum mehr erhältlich, weshalb die Anlage nicht mehr weiter betrieben werden kann. Der Gemeinderat hat vor diesem Hintergrund einen Investitionskredit von 109’000 Franken für die Instandsetzung und Modernisierung bewilligt. Auch dieser Kreditbeschluss untersteht dem fakultativen Referendum.
Schulhaus Burg: Besprechungsräume
Mit der Sanierung des Schulhauses Burg wurden die bestehenden Raumstrukturen modernisiert und an heutige pädagogische Anforderungen angepasst. Im Zuge der Weiterentwicklung der Logopädie und Psychomotorik an der Schule Herzogenbuchsee haben nun zwei neu angestellte Logopädinnen ihren Arbeitsstandort im Schulhaus Burg; und im kommenden Sommer folgt eine Dritte. Den Fachpersonen für Logopädie und Psychomotorik fehlen aktuell für vertrauliche Fallbesprechungen sowie den fachlichen Austausch vor Ort geeignete Räume. Um die beiden Räume ohne grössere Eingriffe in die bestehende Gebäudestruktur integrieren zu können, bietet sich die Schaffung zweier kleiner Räume im Erdgeschoss sowie im zweiten Obergeschoss an. Den dafür nötigen Nachkredit von 18’000 Franken bewilligte der Gemeinderat Mitte März.
Werkhof: Sicherheitsschränke
Im Werkhof bestehen aufgrund der vielfältigen Tätigkeiten und der eingesetzten Betriebsmittel erhöhte Sicherheitsanforderungen. Im SUVA-Sicherheitsaudit vom September 2025 wurden allerdings verschiedene sicherheitsrelevante Mängel festgestellt und dokumentiert.
Verschiedene dieser Mängel wurden vom Werkhofteam in den vergangenen Monaten mit grossem Engagement und viel Aufwand systematisch aufgearbeitet. Mitarbeitende wurden gezielt geschult, nicht mehr benötigte oder gefährliche Betriebsmittel fachgerecht entsorgt und organisatorische Massnahmen eingeführt. Zudem wurden die Statik der Lagergestelle sowie die Tragfähigkeit der Böden überprüft und gekennzeichnet.
Trotz dieser bereits umgesetzten Massnahmen besteht in den Bereichen Lagerung von Gefahrstoffen sowie im Umgang mit leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus weiterhin Handlungsbedarf. Für die ordnungsgemässe und gesetzeskonforme Lagerung von giftigen und brennbaren Stoffen fehlen derzeit zwei geeignete Gefahrstoffschränke mit Auffangwannen. Ebenfalls soll ein feuerfester Akkuschrank angeschafft werden, in dem Akkus sicher gelagert und geladen werden können. Der für die drei Schränke beantragte Nachkredit beträgt 18’000 Franken und wurde vom Gemeinderat Mitte März bewilligt.
Sicherheit verbessern: Bei den mit diesem Kredit beantragten Sicherheitseinrichtungen handelt es sich um die konsequente Weiterführung der bereits begonnenen Sicherheitsverbesserungen im Werkhof. Sie dienen dem langfristigen Schutz von Mitarbeitenden, Gebäuden und Einrichtungen.